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Tischtennisbälle – Das 3 Stern System

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Die Tischtennisbälle unterscheiden sich nicht nur durch verschiedenste Anbieter, sondern auch durch unterschiedliche Qualitätsstufen. Bei Wettkämpfen müssen natürlich sehr hochwertige Bälle verwendet werden, um den enormen Belastungen an das Material gerecht zu werden. Welche Belastungen das sein können und welche Qualitätsstufen es gibt, soll in diesem Artikel kurz vorgestellt werden.

Macht es nun eigentlich Sinn, dass es unterschiedliche Anforderungen an die Qualität von Tischtennisbällen gibt? Fangen wir erst einmal damit an, was ein Ball aushalten muss. So ein Ball wiegt etwa nur 2,7 g. Von jetzt auf gleich erfahren die Bälle eine unglaubliche Beschleunigung, harte Schmetterbälle werden in Null Komma Nichts von 0 auf 180 km/h beschleunigt. Würden wir derart schnell in unseren Autos beschleunigt werden, würde uns sicher nicht nur die Luft weg bleiben! Bei einer derartigen Beschleunigung werden Tischtennisbälle natürlich hart getroffen, sodass er sich um bis zu 25 % verformen kann. Bei Über- oder Unterschnitt kann sich der Ball bis zu 150 mal pro Sekunde drehen. Und das alles Stunde für Stunde, tagein tagaus. Daraus wird klar, dass hohe Anforderungen an Tischtennisbälle wichtig sind.

Besonders im Wettkampfbetrieb müssen die Tischtennisbälle so etwas natürlich aushalten können. Hingegen gibt es gerade im Koordinations- und Kindertraining viele Übungsformen, die zwar mit dem Tischtennisball ausgeführt werden, z.T. aber ohne Schläger oder nicht unbedingt mit dem Tisch. Das hießt, eine tischtennisbezogene Komponente fehlt und die Anforderungen sind nicht so hoch, wie sie es in einem Wettkampf sind. Zumal darüber hinaus die hochwertigen Wettkampfbälle natürlich auch teurer als jene minderer Qualität sind. Aus diesen Gründen gibt es insgesamt 4 Qualitätsstufen, die nachfolgend kurz erklärt werden sollen.

Tischtennisbälle – Das 3 Stern System

Noch vor dem eigentlichen 3 Stern System gibt es die so genannten Tischtennis Trainingsbälle. Sie weisen die geringste Qualität auf und können selbst innerhalb ihrer Klasse erhebliche Qualitätsschwankungen aufweisen. Oft werden diese durch aussortierte Wettkampfbälle gewonnen, die von ihren Soll-Eigenschaften (wie etwa Masse, Rundheit, …) zu sehr abweichen. Vor allem bei den alten Tischtennisbällen aus Zelluloid gibt es leider auch viele minderwertige Produkte, die selbst als Trainingsbälle ungeeignet sein können.

Die so genannten 1 und 2 Stern Bälle weisen in der Regel eine bessere Qualität als die Trainingsbälle auf. Sie sind bzgl. ihrer Eigenschaften (Masse, Rundheit, Härte, Oberflächenbeschaffenheit, Durchmesser, …) einheitlicher und bleiben in ihren Flug- und Absprungeigenschaften ähnlicher, auch „halten sie mehr aus“. Allerdings sind sie von der ITTF (International Table Tennis Federation) nicht als Wettkampfball zugelassen. Da es, wie bereits weiter oben erwähnt, unter den Trainingsbällen einige schwarze Schafe gibt, werden z.T. die 1 und 2 Stern Bälle als Trainingsbälle eingesetzt.

Die höchste Güte in dem 3 Stern System haben die 3 Stern Bälle. Diese Tischtennisbälle sind unter noch strengeren Auflagen hinsichtlich ihrer Eigenschaften ausgewählt, um das Flug- oder Absprungverhalten möglichst einheitlich zu gestalten. Schließlich soll in einem Wettkampf ermittelt werden, wer der bessere Spieler / die bessere Spielerin ist, und nicht, wer den besten Ball hat. Die 3 Stern Bälle sind im Wettkampfbetrieb Pflicht, allerdings gibt es auch unter ihnen Qualitätsunterschiede. Als sicheres Merkmal für gute Qualität sorgen das ITTF- oder DTTB (Deutscher Tischtennis Bund)-Logo, darauf sollte geachtet werden.

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